Menschen sehen nicht nur die Welt, sondern deuten sie
Zwischen äußerem Ereignis und innerem Erleben liegt immer eine Interpretation. Zwei Menschen können dieselbe Situation erleben und dennoch zu völlig anderen Schlussfolgerungen kommen.
Der Unterschied liegt selten nur in Information. Oft liegt er in der Struktur, aus der Information bewertet wird.
Identität bestimmt Relevanz
Was auffällt, erscheint nicht zufällig. Identität beeinflusst, was als Bedrohung, Möglichkeit, Beweis, Kritik oder Bestätigung wahrgenommen wird. Dadurch entsteht ein selektiver Blick auf Realität.
Trigger zeigen dabei nicht primär ein objektives Problem, sondern dass eine Wahrnehmung identitätsrelevant interpretiert wird.
Diese Auswahl geschieht meist so schnell, dass sie wie natürliche Objektivität wirkt.
Warum das für Veränderung entscheidend ist
Solange Wahrnehmung aus derselben Identität heraus organisiert ist, werden neue Optionen oft gar nicht sichtbar. Menschen versuchen dann, anders zu handeln, ohne die Linse zu verändern, durch die sie überhaupt erst auf die Situation schauen.
Eine neue Realität beginnt oft nicht mit mehr Möglichkeiten im Außen, sondern mit einer anderen inneren Linse.
Deshalb ist Veränderung nicht nur eine Frage von Strategie. Sie ist auch eine Frage danach, aus welcher Identität Realität überhaupt betrachtet wird.